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Der Fenchel, Hui Hsiang genannt, wurde schon Jahrtausende vor unserer Zeitrechnung in der altchinesischen Heilkunde bei Erkrankungen des Magens und des Darms verwendet. Der Fenchel oder lateinisch Foeniculum vulgare Mill hat seine Blütezeit vom Juli bis in den Oktober. Die Samenreife beginnt im September bis gegen Ende Oktober. Die Heilkräftigen Pflanzenteile sind die Wurzeln, die von der zweiten Märzhälfte an, bis Ende April gesammelt werden können. Die Samen erntet man im Herbst. Das Kraut des Fenchels kann ebenfalls verwendet werden, dieses kann man den ganzen Sommer über ernten. Keine der Pflanzenteile dürfen an der Sonne getrocknet werden. Der Fenchelsamen gehört zu den besten erwärmenden Samen zusammen mit Anis und Kümmel. Die Wurzel des Fenchel gehört zu einer der vier großen eröffnenden Heilwurzeln und dies bewirkt der hohe Gehalt an ätherischen Ölen, die ähnlich wie beim Anis blähungstreibend, krampfstillend und gärungswidrig wirken.Der Fenchel ist nicht nur ein ausgezeichnetes Magenmittel sondern auch ein wertvoller Bestandteil von Hustenmitteln. Das rein ätherische Fenchelöl, aus den Früchten gewonnen, besitzt hohe Heilwerte als Zusatz zum Gurgelwasser bei Halskatarrhen, Halsweh und Heiserkeit. Das Fenchelöl ist auch Bestanteil von antirheumatischen Einreibungen. Aus alten Kräuterbüchern kann man entnehmen, dass der Fenchel in Wein gesotten gut ist für allerlei Leiden der Nieren und der Blase. Fencheltee mit Honig gesüßt ist ein bewährtes Mittel bei Husten und Asthma.