
Die Schafgarbe blüht weiß bis rosa und hellrot. Der Geruch ist würzig und der Geschmack ist herb. Die Blütezeit reicht von Anfang Juni bis zum ersten Frost im Spätherbst. Die Schafgarbe darf nur im Schatten getrocknet werden. Die heil- und Wirkstoffe der Schafgarbe sind vor allem der Bitterstoff Achillein und ein ätherisches Öl mit dem blauen Kohlenwasserstoff Azulen. Dieses Azulen ist mit dem im Kamillenöl enthaltenen Azulen ident. Das Schafgarbenöl hat eine keimungshemmende Wirkung und enthält ferner noch Cerotinsäure, Cerylalkohol, Ölsäure und Linolensäure. An weiteren Heilstoffen und Wirkstoffen enthält die Schafgarbe Sterin, Palmitin-, Salizyl-, Ameisen-, Essig-, und Isovaleriansäure, Kalisalze und Vitamn C. Dieser Reichtum an Heil- und Wirkstoffen erklärt auch die einmalige Heilwirkung dieser unspektakulären Pflanze. Die Heilkräfte der Schafgarbe sind so vielfältig, gegen verschiedene Erkrankungen des Darmes und des Magens wie etwa Gastritis oder Blähungen. Der hohe Kaliumgehalt regt zu einer geregelten Nierentätigkeit an. Besonders der regelmäßige Genuss von frischem Schafgarbensaft wirkt sich positiv auf die Blutbildenden Organe aus, der Gesamtorganismus wird gestärkt Die Schafgarbe wirkt blutreinigend und blutverbessernd. Ein ausgezeichneter Frauentee ist die Zusammensetzung von 100 g Schafgarbe, 25 g Kalmuswurz, 75 g Kamillenblüte und 50 g Löwenzahnwurzel. Außer den bereits angeführten Anwendungen der Schafgarbe kann man diese noch als ausgezeichnetes Schnupfenmittel nutzen. Der lauwarme Tee wird mehrmals am Tag durch die Nase aufgezogen.